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299 km Raderlebnis pur...

Das war sturzgeburtartig, aber ich sehe es als biografischen Glücksfall! Sie engagiert sich im Seeheimer Kreis, der in den er Jahren neomarxistischen Positionen in der Partei entgegentritt.

Aktuelles Porträt

Point of View Dynamics 365: Die Zukunft digit ...

Sie liegt derzeit aber noch auf der Werft in Rheinland-Pfalz an Land im Fachbegriff auf Helling und kann nicht zu Wasser gelassen werden. Schuld daran ist die lange andauernde Trockenperiode, die nun wegen des geringen Rhein-Wasserstandes für eine Verzögerung bei der Auslieferung sorgt. Juni feiert die Feuerwehr Hankofen ihr jähriges Bestehen.

Die Aula der Grundschule platzte am Dienstag aus allen Nähten. Nach Stand der Dinge könnte der Neubau im September bezugsfertig sein. Planer konzentrieren sich nun auf eine südliche Ortsumgehung der B Grafenwiesen erwartet hohe Förderungen für Kläranlage und Turnhallensanierung. Bei einem Auffahrunfall am Dienstag wurde ein Motorradfahrer leicht verletzt. Für 25 Schüler begann in Künzing am Dienstagmorgen die Grundschulzeit. Die eine Hälfte der 67 Schulanfänger nahm den Start gelassen hin, die andere Hälfte berichtete durchaus von Nervosität.

Die Polizei sucht nach Bernhard Höfl Der Mann aus Regen verschwand Montag um 6 Uhr morgens. Margit Wild und Matthias Jobst warnen davor, am Volk vorbei zu entscheiden. Autofahrer brauchen momentan auf der A3 in Fahrtrichtung Regensburg wieder viel Geduld: Geburtstag hat sich der Altenclub mit einer neuen Fahne selbst das schönste Geschenk gemacht und ist somit bayernweit der erste Seniorenclub mit einer geweihten Vereinsfahne.

Bei der vierten Zusammenkunft des Pilstinger Bauausschusses am Montagabend nahmen sich die Gemeinderäte mit Bürgermeister Hopfensperger und Vertretern der Gemeindeverwaltung viel Zeit für die Ortsbesichtigungen. Es sind professionelle Clowns, die ihr Können und ihre Fähigkeiten in ganz besonders sensiblen Bereichen einsetzen. Sie wollen Menschen ein Lächeln schenken, die aufgrund ihrer besonderen Lebensumstände dieser Form der Zuwendung bedürfen.

Salmonellen-Alarm bei Netto in Bayern! Die betroffene Charge wird deshalb vorsorglich zurückgerufen und kann bei Netto gegen Rückerstattung des Kaufpreises umgetauscht werden. Das Bayerische Landesamt für Statistik hat am Montag seine regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung bis zum Jahr veröffentlicht. Anfangs hat Odenbach noch die Vorstellung, mit Videoproduktionen einen kritischen Kontrapunkt zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu setzen.

Programmzettel werden verteilt und Freunde zu den Videovorführungen eingeladen. Die Reichweite liegt bei wenigen hundert Metern. Odenbach kann auch analog: Dienen ihm seine Papierzeichnungen anfangs noch als Entwürfe, entwickeln diese sich parallel zu den Videoarbeiten immer weiter zu einer eigenständigen Ausdrucksform.

In seinen Arbeiten rückt er gesellschaftskritische aber auch zeitgeschichtliche Themen in den Mittelpunkt. So beschäftigt er sich immer wieder mit der deutschen Nachkriegszeit und Kolonialgeschichte. Unvorstellbar, dass sich Genozide noch immer wiederholen. Das Material wird zum Ausgangspunkt vieler weiterer Arbeiten Odenbachs. Odenbach sammelt über Jahre hinweg Material und fährt Anfang mehrfach nach Ruanda, um zu drehen. Am Ende schneidet er aus 29 Stunden Filmmaterial eine halbstündige Doppelprojektion zusammen: In seinen filmischen Projektionen verschwimmen die Grenzen zwischen selbst produziertem und found-footage Material.

Gerade durch die dynamische Verschmelzung von Historischem und Zeitgenössischem, Persönlichem und Öffentlichem zeigt Marcel Odenbach die für ihn einzig mögliche Richtung in der Kunst an: Die Weltliteratur hatte sie bereits mit 15 Jahren verschlungen: Ich hatte mich entschlossen, das zu machen, was mich immer fasziniert hatte, nämlich Texte interpretieren, Literaturwissenschaft zu studieren.

Im Nachhinein hat sich dieses Festhalten an meiner Leidenschaft als glücklich herausgestellt, damals jedoch war ich schon sehr beunruhigt. Barbara Vinken hat sich durchgesetzt: Das versuche ich in einer breiteren Medienöffentlichkeit.

Zum anderen möchte ich zeigen, dass in der Literatur des Jahrhunderts unter der Ideologie der Säkularisation ein religiös-theologisches Register liegt, das ich wieder lesbar machen will. Bekannt ist die Literaturwissenschaftlerin aber vor allem für ein anderes Werk: Nach dem Abitur zieht es Vinken sofort ins Ausland. Während dieser Zeit wird sie auf Vorschlag ihres ehemaligen Gymnasiums zu einem Auswahlgespräch der Studienstiftung eingeladen.

Es hört sich an wie ein Klischee, aber ich habe dort wirklich Freunde fürs Leben getroffen. Dieses Suchen nach einem direkten konkreten Anwendungsfeld, das sich in den Geisteswissenschaften nicht so unmittelbar einsichtig finden lässt, führt bei mir oftmals zu einem gewissen Unbehagen.

Meiner Erfahrung nach ermöglicht die Beschäftigung mit Kunst dem Menschen, nicht nur sich selbst und seinen Nächsten von der Ratio her besser zu erkennen, sondern stärkt auch eine uns immer mehr abhanden kommende Fähigkeit, die Welt durch die Sinne zu begreifen, zu erfühlen, um so zu einer wirklich schöpferischen Identität und Individualität zu kommen, zu einem reiferen, allumfassenden Menschsein zu gelangen.

Christiane Heinicke ist einer der ersten Menschen auf dem Mars. Im August beendet die Geophysikerin ihren irdischen Marsaufenthalt Forschungsstation. Als Teil eines internationalen Teams testete sie, wie man unter widrigen Bedingungen auf engstem Raum zusammen lebt und arbeitet.

Ihre Eltern im heimischen Bitterfeld hingegen sind anfangs wenig begeistert von dem Plan: Am Ende aber sind sie doch stolz, dass sich ihre Tochter für die Mission qualifiziert. Doch nicht nur Zahlen interessieren sie: Sie spielt Klavier, tanzt und tritt als Cheerleaderin auf. Ihre Tanzbegeisterung hält bis heute an: Lange-Stiftung ausgezeichnet — die Eintrittskarte für die Aufnahme in die Studienstiftung.

Während ihres Studiums nutzt die Stipendiatin jede Chance, ins Ausland zu reisen: Mittlerweile kann ich alle anhand ihres Akzents auseinander halten. Allen gemeinsam ist jedoch der Arbeitswille, den ich unter meinen Kommilitonen in Deutschland manchmal vermisst habe. Wenn die Messung noch läuft, dann kommt man eben mal erst um elf Uhr abends nach Hause.

Sie nimmt an einer Sommerakademie der Studienstiftung in Frankreich teil, im August reist sie weiter nach Spanien und frischt in einem Sprachkurs in Salamanca ihre Spanischkenntnisse auf. Wenn ich mir meinen Studienwerdegang so anschaue, kommt mir mein Nomadentum ziemlich stressig vor. Damals jedoch ergab sich der nächste Schritt immer logisch aus den aktuellen Gegebenheiten. Sie ist sich sicher: Rückblickend aber, wenn ich unter den gleichen Voraussetzungen nochmal wählen müsste, würde ich alles exakt genauso machen.

Für die Promotion kehrt Heinicke zurück nach Ilmenau. Auf dem Weg zum Dr. Ursprünglich will sie deshalb auch an einer Marssimulation in der Arktis teilnehmen. Die Raumfahrt lässt die Geophysikerin offensichtlich nicht mehr los.

Der ständige Blick über den Tellerrand charakterisiert die internationale Karriere von Dorothea Rüland: Anfangs ist es noch die pure Abenteuerlust, die sie ins Ausland zieht. Ihr Berufsweg ist von einem steten Wechsel zwischen In- und Ausland sowie zwischen Hochschultätigkeit und Wissenschaftsmanagement geprägt. Die Zeit in Freiburg erlebt die Studentin als prägend: Nach den beiden Staatsexamen für das Höhere Lehramt in Germanistik und Geschichte entscheidet sie sich für eine akademische Laufbahn und beginnt mit der Promotion.

Mir hat es die Freiheit gegeben, meine Promotion frei von finanziellen Zwängen zu gestalten und mich meiner wissenschaftlichen Arbeit zu widmen. Heute hat Dorothea Rüland mit diesem Thema nur noch mittelbar zu tun: Denn Zweifel sind die kreativsten Momente. Warum es die Stipendiatin noch während der Promotion ins Ausland zieht, begründet sie in einem Interview: Es hat mich immer wieder fasziniert im Ausland zu leben, man lernt in dieser Zeit in doppelter Hinsicht, einmal natürlich viel über das andere Land, aber gleichzeitig auch viel über sich selbst, weil eine andere Kultur dazu zwingt, vieles zu hinterfragen, was sonst als selbstverständlich wahrgenommen wird.

Haben Sie den Mut, auch mal Risiken einzugehen, ungewöhnliche Fragen zu stellen und nicht nur wissenschaftliche Trampelpfade zu betreten. Nicht nur, dass sie in der Vergangenheit immer wieder jene wissenschaftlichen Trampelpfade verlassen hat, sondern es ist ihr auch gelungen, als vierfache Mutter Familie und Karriere zu vereinbaren: Doch waren für mich meine Jahre in Asien ein Glücksfall: Gut zehn Jahre lebt sie mit ihrer Familie in Asien: Doch zieht es die Akademikerin noch einmal in die Hochschullandschaft: In dieser kurzen Zeit gelingt es ihr, die internationale Sichtbarkeit der Freien Universität zu steigern und zu intensivieren.

Ratschläge, die der als Komiker und Autor bekannte Mediziner selbst auf seinem beruflichen Werdegang beherzigt hat— und das mit Erfolg. Hirschhausen studiert von bis in Berlin, Heidelberg und London Medizin. Highlights während des Studiums sind für ihn die Sommerakademien der Studienstiftung. Die Impulse jener Sommerakademie wirken nach und der Medizinstudent verfasst einen ersten Fachartikel für eine Lokalzeitung.

Noch kann er sich das Schreiben nur als Nebenberuf vorstellen: Parallel dazu arbeitet er weiter als Wissenschaftsjournalist. Er kritisiert, dass die meisten Zeitungen die Wissenschaft auf eine spezielle Seite oder Beilage reduzieren, als ob sie nicht integraler Bestandteil der Gesellschaft und von politischer Konsequenz wäre.

Heute blickt Hirschhausen mit Dank auf seine Zeit als Stipendiat: Hirschhausen gelingt es, beide Studiengänge zusammenzubringen und die Gratwanderung zwischen differenzierter Wissensvermittlung und Reichweite zu meistern. Er ist Deutschlands erfolgreichster Sachbuchautor, erreicht über Artikel, Fernsehen und Liveauftritte Millionen von Zuschauern und damit auch Bevölkerungsschichten, die sich nicht automatisch für Gesundheitsthemen interessiert hätten. Es wird für viele Volkskrankheiten nie eine Pille geben, die besser ist als ein bewusster Lebensstil.

Die Interventionen von Kinderstationen bis zur Palliativmedizin werden wissenschaftlich begleitet. Der Studienstiftung bleibt er bis heute verbunden: Die jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung ruft er dazu auf, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und sich einzubringen: Als Philipp Justus im Jahr von der Unternehmensberatung Boston Consulting Group zu eBay wechselt, steckt das gegründete Unternehmen noch in den Kinderschuhen und hat erst ein Jahr zuvor nach Deutschland expandiert.

Der Wunsch, unternehmerisch tätig zu werden und ein Unternehmen mit aufzubauen, überwog aber die Zweifel. Justus ist damit der erste Europäer, der im Stammhaus die Verantwortung für das Amerika-Geschäft übernimmt. Drei Jahre später zieht es den Topmanager zurück nach Deutschland: Kurz darauf wird er in die Förderung der Studienstiftung aufgenommen.

Ich erinnere mich lebhaft an intensive Diskussionen über die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung, die politische Situation in Osteuropa nach dem Zerfall der Sowjetunion oder die religiösen Konflikte im Nahen Osten. Frisch diplomiert bewirbt sich Philipp Justus erfolgreich um einen Platz im Haniel-Stipendienprogramm. Über ein sechsmonatiges Praktikum bei der Unternehmensberatung McKinsey schreibt er der Studienstiftung: Dass er den überwiegenden Teil seines bisherigen Berufslebens in amerikanischen Unternehmen verbracht hat, begründet Justus unter anderem damit, dass die Studienstiftung ihm diese Türen geöffnet habe: Bei einer Konzertreise durch China springt er zusätzlich zu seinem eigenen Part für andere Pianisten ein, die nicht anreisen konnten — die Asche des auf Island ausgebrochenen Vulkans Eyjafjallajökull hatte den internationalen Flugverkehr lahmgelegt.

Levits Talent zeigt sich früh: Zwei Jahre später siedelt seine Familie nach Hannover über. Dort lernt Igor Levit die neue Sprache in seinem gewohnten Tempo: Der hochbegabte junge Musiker studiert für ein Jahr am Mozarteum Salzburg bei Hans Leygraf, ehe er im Jahr — da ist er gerade 13 Jahre alt — an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover aufgenommen wird und zwischen und sein Studium mit Förderung der Studienstiftung absolviert.

Über seine Zeit als Studienstiftler sagt Igor Levit: Diese Jahre waren für mich persönlich und für meine Ausbildung von unschätzbarem Wert. Durch die Unterstützung seitens der Studienstiftung ist mir eine Art Freiheit geschenkt worden, die wunderbar war. Ich konnte reisen, mit klugen Menschen kommunizieren, mir Zeit nehmen, erleben, wachsen.

All das wäre ohne die Stiftung nicht möglich gewesen. Und es sind auch sehr innige Freundschaften entstanden, wie etwa zu Jörn Weingärtner, der mich damals seitens der Studienstiftung betreut hat. Für all diese Momente, und viele weitere, bin und werde ich immer zutiefst dankbar sein. Was ihn auf seinen Reisen antreibt?

Igor Levit spielt nicht nur vom Blatt, er bringt sein Leben mit ans Klavier: Und die Zuhörer hören die Musik genauso auf ihre Weise. Ein enorm intimer Vorgang. Wenn ich die Utopie verliere, dass das Publikum auf Augenhöhe mitinterpretiert, hänge ich den Pianisten-Beruf an den Nagel. Dass er nicht nur sein Publikum herausfordert, sondern auch sich selbst, zeigt auch seine Diskographie: Mit nur 30 Jahren blickt Igor Levit auf eine beeindruckende Karriere zurück.

Und ich bin es, der das Crescendo spielt: Wenn das nicht vorkommt, taugt es nichts. Forscherin will sie werden, eine akademische Laufbahn einschlagen. Aufgewachsen in Bonn, entscheidet sie sich nach dem Abitur im Jahr für ein Physikstudium in Tübingen.

Auf Vorschlag ihrer Schule wird sie in die Studienstiftung aufgenommen. Ihre erste intensive Begegnung mit anderen Studienstiftlern erlebt sie während einer Sommerakademie in La Villa in Südtirol: Es war fantastisch, in der wunderschönen Berglandschaft La Villas die Gelegenheit zum Austausch mit Studierenden der unterschiedlichsten Fachrichtungen zu bekommen und Themen zu diskutieren, die in meinem Physikeralltag eher seltener vorkamen.

Einige der damals geknüpften Kontakte bestehen noch heute und sind eine wirkliche Bereicherung in meinem Leben. Die vielen Diskussionen innerhalb ihrer Studienstiftungsgruppe über gesellschaftlich relevante und politische Themen helfen ihr oft dabei, Themen in einen breiteren Kontext zu stellen und entsprechend zu handeln. Die Studienwelt in Tübingen wird der Physikerin zu überschaubar, die weite Welt lockt. Die Stipendiatin ist begeistert von den Universitätsstrukturen und schreibt in ihrem Bericht an die Geschäftsstelle der Studienstiftung: Natürlich gibt es solche auch in Deutschland, aber während sie dort eher die Ausnahme sind, ist das hier selbstverständlich.

Zurück in Deutschland, bereitet sie sich in Bonn auf ihr Diplom vor. In dieser Zeit muss sie oft nachts im Labor experimentieren. Cäsiumatome stehen in ihrem Forschungsfokus. Dabei verfestigt sich ein Gedanke: Zwei Veranstaltungen der Studienstiftung öffnen ihr neue Perspektiven: Es handelt sich um ein konkretes Klientenprojekt, bei dem für und mit dem Klienten ein Training entwickelt werden soll.

Vieles oder sogar fast alles, mit dem ich mich beschäftigte, war für mich Neuland, und so kann ich nur sagen, dass ich in den letzten Wochen so viel Neues wie selten zuvor in einer so kurzen Zeit gelernt habe. Auch wenn das Vokabular neu und ungewohnt war, so waren doch die Denkprozesse und Analyseverfahren nicht so sehr von den im Studium erlernten verschieden. Mit dem Physikdiplom in der Tasche, steht sie vor einer Grundsatzentscheidung: Promotion — ja oder nein?

Melanie Kreis entscheidet sich gegen die Promotion und beginnt stattdessen als Beraterin bei McKinsey. Für den amerikanischen Finanzinvestor kauft und verkauft sie aus München und London Firmen. Im Jahre wird ihr die Funktion des Executive Vice President Corporate Controlling übertragen, in der sie erfolgreich wichtige finanzstrategische Themen des Konzerns voranbringt.

Nur zwei Jahre später, , erklimmt die zweifache Mutter ihren vorläufigen Höhepunkt auf der Karriereleiter: Im Juni gibt der Aufsichtsrat bekannt, dass er Melanie Kreis zum 1.

Oktober als Finanzvorstand beruft. Was gut für den Kapitalmarkt ist, kann nicht gut für den Mitarbeiter sein, und umgekehrt. Dies ist aus meiner Sicht eine völlig falsche Frage, die aber eine offensichtlich weit verbreitete Meinung widerspiegelt und der es entgegen zu wirken gilt. Denn der Schlüssel für eine langfristig nachhaltige Unternehmensführung ist es, diese Aspekte nicht als Gegensätze zu sehen, sondern als gesamtheitliche Optimierungsaufgabe, wobei als drittes Element noch der Kunde zu nennen ist.

Und nur dann wird ein Unternehmen langfristigen finanziellen Erfolg und zufriedene Investoren haben. Ein junger Mann, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, zieht durch einen Supermarkt und erlegt Produkte des täglichen Bedarfs: Brot, Waschmittel, Margarine, ein tiefgefrorenes Huhn … Die so zur Strecke gebrachten Lebensmittel legt er, mitsamt den Pfeilen, aufs Warenband, ganz normal werden sie nach und nach abkassiert.

Die Videoarbeit, die modernes Konsumverhalten zwar kritisch, aber trotzdem nicht ohne Humor in Frage stellt, ist eine der frühesten und bekanntesten Arbeiten des in Göttingen geborenen Künstlers. Obwohl es sich hier um eine seiner ersten Arbeiten handelt, kann sie durchaus als paradigmatisch für darauf folgende gesehen werden. Wären Stipendien, Ausstellungen und Preise, wie die Artikel im Supermarkt, Beutestücke, die man erlegen und zur Schau stellen wollte, so hätte Christian Jankowski einen gut gefüllten Jagdschrank zu präsentieren.

Es geht um Arbeit und Beruf — und auch um die verschiedenen Zuschreibungen, die damit verbunden sind. So treffen die eingeladenen Künstler jeweils ihren persönlichen Gastgeber in seinem beruflichen Umfeld und erleben und gestalten mit ihm Alltag — vom Opernsänger über die Flugbegleiterin bis hin zum Psychoanalytiker oder dem Leiter des Bestattungs- und Friedhofamts hat sich der Künstler Jankowski, der als Kurator auch ein Gast im anderen Beruf ist, um eine möglichst breite und repräsentative Auswahl an Berufen bemüht.

Diese Bandbreite spiegelt ein generelles Interesse Jankowskis, der sich gerne in fremde Felder und komplexe Systeme einarbeitet. Bereits in seiner Bewerbung für die Studienstiftung formuliert er seine Neugier an solchen Ordnungen — und damit auch ihren einzelnen Bestandteilen, die er neu kontextualisiert und somit sichtbar und befragbar werden lässt. Jankowskis Kunst, unterschiedlichste Rollen und damit auch Handlungen innerhalb eines Gefüges ausfindig zu machen, unkonventionell wieder zusammenzusetzen und damit Neues zu schaffen, passiert bei ihm allerdings nicht distanziert belehrend, sondern mit Lust am Spiel und mit viel Humor.

Dass es ihm dabei aber nicht darum geht, einzelne Positionen vorzuführen oder der Lächerlichkeit preiszugeben, wird spätestens dann klar, wenn man erlebt, wie behutsam Jankowski seine Protagonisten in Szene setzt. Dieses Gespür für Situationen mag vielleicht auch daher rühren, dass sich der Künstler auch immer wieder selbst objektiviert.

So liefert er sich nicht nur dem Blick der Kamera und damit potenziert etlichen Zuschauern aus — die Erfahrung eines fremden Ortes wird so nun auch zu einem inneren Erleben. Oder um noch einmal zur Ausstellung im Stuttgarter Kunstmuseum zurückzukehren: Der Austausch unter den Stipendiaten selbst und mit bereits im Markt etablierten Künstlern gibt für viele der Nachwuchskünstler wichtige Impulse.

Role Model für den Nachwuchs zu sein — das erledigt Christian Jankowski bei diesem Atelierbesuch und innerhalb seiner Lehre an der Akademie in Stuttgart ganz nebenbei. Weiterhin ist er als Jurymitglied für die Kunstauswahl oder das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium mit dem Begabtenförderwerk verbunden und lädt auch mal ein ganzes Seminar zum Screening und zur Besprechung seiner neusten Videoarbeit ins Studio ein — was dann gerne samt Kaminfeuer und gemeinsamem Musikhören bis tief in die Nacht dauern kann.

Eine Überzeugung, die seine Arbeit prägt. Der im heute russischen Kaliningrad Königsberg geborene Winkler gelangt im Sommer als Fünfjähriger mit seiner Mutter nach Westen und wächst in Ulm auf. Schon während der Schulzeit erwacht sein Interesse an Geschichte und Politik. Als Abiturient besucht er im Herbst den Deutschen Historikertag in Ulm und ist von mehreren Vorträgen tief beeindruckt. Im gleichen Jahr wird er vom Rektorat seines Gymnasiums für die Studienstiftung vorgeschlagen. Der engagierte Schüler wird zu einem motivierten Studenten, der die deutsche Geschichte gerne praktisch und vor Ort erkundet, wie aus seinem Studienbericht deutlich wird: Zu diesem Zeitpunkt wohnt er bereits in Tübingen, wo er , wie schon sein Vater in Königsberg vor ihm, bei Hans Rothfels promoviert.

Diese bringt nicht nur eine historische, sondern für Winkler auch eine persönliche Wende: Die Stelle als Geschäftsführender Direktor eröffnet ihm die Chance, am Neuaufbau des Instituts für Geschichtswissenschaften mitzuwirken. In seinen Arbeiten nähert sich Winkler einer Bewertung von Vergangenheit immer mit Blick auf die Abhängigkeiten in den Handlungsspielräumen der Akteure.

Für seinen Beitrag zur Aufarbeitung der neueren deutschen Geschichte bekommt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen und hält als einer der bekanntesten Historiker seiner Generation im Bundestag die Rede zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Sie wird der Studienstiftung vorgeschlagen, die die junge Frau im November in die Förderung aufnimmt: Die Abiturientin will Rechtswissenschaften in Bonn studieren.

Doch die Rückkehr nach Deutschland, wo sie nur fünf Jahre gelebt hat, ist für sie ein Schock: Meinen Freunden bin ich heute dafür dankbar, dass sie bereit waren, mich zu Ende zu erziehen. Die Studienstiftung hat mir Halt in der Anonymität und Orientierungslosigkeit des Massenstudiums gegeben.

Ich war von alledem völlig eingeschüchtert, nicht zuletzt, weil ich im Studium nicht sonderlich erfolgreich war. Die Stipendiatin verbringt bis ein Auslandsjahr in Genf. Sie beteiligt sich an einem Völkerrechtswettbewerb und verzichtet auf weitere Jurascheine, um Geschichte und Anglistik zu studieren. Viele meiner Kommilitonen schrieben mich ab. Stelzenmüller indes lässt sich nicht beirren.

Deshalb bin ich der Studienstiftung heute für drei Dinge aufrichtig dankbar: Vor allem letztere Entscheidung hat mir ungeheuer imponiert.

Und den Völkerrechtswettbewerb gewinnt ihr Team auch. In Bonn ist für sie noch nicht die richtige Zeit für gesellschaftliches Engagement. Während des Graduiertenstudiums in Boston lernte ich erstmals die amerikanische ,culture of philanthropy' und vor allem das Prinzip des ,giving back' kennen, das mir immer noch ein Vorbild ist.

Mir ist viel gegeben worden; ich habe noch viel an ,giving back' vor mir. Ihre Sorge, wie wirksam das eigene gesellschaftliche Engagement sein kann, scheint überwunden: Jürgen Strube passt so leicht in keine Schublade.

Dabei gelingt es ihm zeitgleich, das Unternehmen sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftspolitisch zu verankern: Aus dem Chemieunternehmen ist ein ethischer Vorreiter geworden, der zu den Gründungsmitgliedern des Global Compact der Vereinten Nationen zählt.

Sie ist die bestimmende Figur seiner Kindheit und Jugend. Was Pflichtgefühl und Verantwortung bedeuten, lernt er von ihr. Das Goethe-Gymnasium, das er seit besucht, schlägt den Abiturienten der Studienstiftung vor — mit Erfolg. So interessiert sich der angehende Jurist für Fragen der Soziologie und Politikwissenschaft — und ist früh überzeugter Europäer. Während der Semesterferien arbeitet er in South Wales in einem Schachtbauunternehmen.

Die Aufgaben und Probleme, denen er hier begegnet, kennt er aus dem Ruhrgebiet. Strube wird nach Antwerpen abgeordnet. Die Karriereleiter führt Strube von Belgien über Deutschland nach Brasilien, wo er entscheidende Aufbauarbeit leistet, und dann weiter in die USA, wo er das Nordamerikageschäft neu ordnet.

Der Vergleich des damaligen brasilianischen Wirtschaftssystems mit dem Deutschlands lässt ihn die Vorteile offener Märkte, des Wettbewerbs und der unternehmerischen Freiheit im Ordnungssystem der Sozialen Marktwirtschaft klarer sehen.

Die Selbstverständlichkeit, mit der hier das in der Sozialen Marktwirtschaft erreichte hohe durchschnittliche Wohlstandsniveau ohne weitere Beachtung und Wertschätzung als gegeben hingenommen wird, hat mich stets verblüfft. Die sich abzeichnende Globalisierung der Märkte versteht er nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Bis heute vertritt Strube die Überzeugung, dass Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wechselseitig aufeinander angewiesen sind und im Dialog bleiben müssen.

Eine Selbstverpflichtung, der sich inzwischen über 60 deutsche Unternehmen und Organisationen angeschlossen haben. In internationalen Wirtschaftsforen übernimmt Strube gleichfalls Verantwortung: UNICE von bis Der Studienstiftung fühlt sich Jürgen Strube bis heute verbunden: Das Vollstipendium richtete sich an graduierte Stipendiaten der naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen und medizinischen Fachrichtungen, die einen Forschungsaufenthalt in den USA anstreben.

So bleibt Strube der Ermutigung treu, die er in seinem Aufnahmebrief der Studienstiftung erfahren hat: Konflikten im Dialog zwischen diesen Sphären ist der Politikprofessor nie aus dem Weg gegangen.

Bekannt ist der Christsoziale Maier für seinen differenzierten, leisen und intellektuellen Ton. Seine Mutter zieht Hans und seine beiden Schwestern allein auf: In einer Atmosphäre von kritischer Distanz erlebt er den Nationalsozialismus, den Krieg und die Trümmerjahre — prägende Jahre, die ihm nicht nur für seine spätere politische Karriere eine Grundhaltung liefern.

Am Ende bleibt ihm kaum noch Zeit zum Studieren. Im Laufe des Jahres erhält er drei Rufe: Der Jährige entscheidet sich für die bayerische Landeshauptstadt und übernimmt eine Professur für Politische Wissenschaft an der Universität München. Im selben Jahr wird er zudem Vertrauensdozent der Studienstiftung: Kaum glaublich, aber wahr: Dass die Stipendiaten aus verschiedenen Fachrichtungen kamen, empfindet er als Gewinn für die Gruppe: Als einer der einflussreichsten Politologen jener Zeit wechselt der Wissenschaftler in die aktive Politik: Er reformiert das Hochschul- und Hochschullehrergesetz sowie das Lehrerbildungs- und Berufsschulgesetz.

Das gute Abschneiden bayerischer Schüler bei internationalen Vergleichstests wird bis heute auch ihm angerechnet. Der Leistungsgedanke war dabei für ihn nie ein Problem, im Gegenteil: Geradlinig und unaufgeregt hat er sich immer zum Leistungsgedanken bekannt. Die Stipendiaten sieht er in der Pflicht, ihr Talent auch für andere einzusetzen: Daran habe ich im Normalfall auch immer wieder in Gesprächen zu erinnern versucht.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Menschen, die sich mit anderen — oder gar ganzen Gemeinschaften — schwer tun: Einzelgänger, Schwierige, Verletzte, Irritierte. Auch ihnen muss die Studienstiftung eine Heimat, zumindest einen Rückhalt bieten. Hochbegabte können auch sperrig sein.

Die Wissenschaft nimmt ihn wieder auf: In dieser Position begleitet er, durchaus kritisch, die Arbeit der Kirche. Für sein Wirken und sein wissenschaftliches Werk wurde der umtriebige Intellektuelle vielfach ausgezeichnet, dazu zählen sieben Ehrendoktorwürden und mehr als 25 Preise. Maier, der seinen Geburtstag gefeiert hat, bleibt vielfältig aktiv: Ebenso früh packt ihn die Faszination an der damals noch ganz jungen Biophysik.

Gemeinsam beschrieben sie eine Methode, mit der sich nachweisen lässt, wie die Signalübertragung innerhalb und zwischen Zellen funktioniert. Entscheidend für die Kommunikation zwischen fast allen Zelltypen sind dabei die Ionenkanäle, die wie Schleusen elektrische Aktivität von Nerven- und Muskelzellen übertragen. Wie genau diese Zellmembrankanäle funktionieren, lässt sich mit der von Neher und Sakmann entwickelten sogenannten Patch-Clamp-Technik erstmals beschreiben und die elektrischen Ströme messen.

Er selbst beschreibt diese Etappe seines Lebens als Zeit des Umbruchs: Neher steckt all seine Kraft und Zeit in die Forschung. Da sind Reisen schon ein Luxus: Er engagiert sich als Mitprüfer im Auswahlverfahren für fortgeschrittene Studierende sowie als Mitglied der Jury zur Vergabe des Friedrich Hirzebruch-Promotionspreises Erwin Nehers wahre Profession ist und bleibt die Wissenschaft.

Den Wunsch nach breiter Vermittlung von Forschungsergebnissen kann ich daher zwar verstehen, glaube aber, dass die Öffentlichkeit von uns erwartet, dass wir hauptsächlich das tun, wofür wir ausgebildet und bezahlt werden — nämlich gute Forschung. Eine generelle Verpflichtung, die eigene Arbeit öffentlichkeitswirksam zu kommunizieren, sieht er nicht. Forschungsergebnisse, die Gefahren in sich bergen oder Chancen zur Verwertung in der Medizin oder dem alltäglichen Leben bieten — wie seine nobelpreiswürdige Messmethode.

Auch nach seiner Emeritierung bleibt Neher aktiv: Rastlos und dennoch ruhend, omnipräsent und doch zielstrebig — so beschreiben Weggefährten den wortgewaltigen Theatergenius, schlagfertigen Diskutanten, eloquenten Talkmaster und pointierten Festredner, der auch unbequemen Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg ging. Die Bottroper Oberschule für Jungen erkennt das Potenzial des Abiturienten Everding und schlägt ihn der Studienstiftung vor — doch die Aufnahme gelingt dem jungen Mann erst im zweiten Anlauf im Jahr Da hat er bereits zwei Jahre in Bonn Philosophie, Theologie und Germanistik studiert und ist auf dem Sprung nach München, wo er sich neben den bisherigen Fächern auch für Theaterwissenschaften einschreibt.

Die bayerische Landeshauptstadt wird Everdings zweite Heimat, doch Bottrop und dem Ruhrpott bleibt der Westfale zeitlebens verbunden. Ich hatte ja keines. Es folgen Gastspiele in Erlangen und anderen bayerischen Städten. Dem fehlt ein praktisches Kapitel, wie der Tod im Theater auftritt, deshalb schickt er seinen Zögling mit einem Empfehlungsschreiben zum damaligen Intendanten der Münchner Kammerspiele. Aus der angedachten Regieassistenz wird zwar nichts — stattdessen muss Everding Zeitungsartikel ausschneiden und für die Dramaturgie Texte vorbereiten — doch der junge Mann nutzt die Gunst der Stunde und schleicht sich in die Vorstellungen von Hans Schweikart, Leonard Steckel und dem gefürchteten Fritz Kortner.

Offensichtlich so überzeugend, dass Kortner ihn behalten will und als Regieassistent unter Vertrag nimmt. Mit von der Partie: Die Promotion hat er zu diesem Zeitpunkt längst an den Nagel gehängt, stattdessen legt er eine Blitzkarriere am Theater hin: Zehn Jahre leitet er die Geschicke des traditionsreichen, städtischen Theaters. Doch die schwierigste aller Bühnenkünste zieht ihn zunehmend in ihren Bann. Kaum im Amt, verhandelt er schon über die nächste Intendanz — ab in München an der Bayerischen Staatsoper, ab die Generalintendanz der Bayerischen Staatstheater.

Als streitbarer, energischer Präsident des Deutschen Bühnenvereins ist er ab für Theater zuständig. Seinem Engagement und seiner Durchsetzungsfähigkeit ist es zu verdanken, dass die DDR-Bühnen nach der Wende in ein gesamtdeutsches Theatersystem integriert werden. Sein Krebsleiden behält er für sich und stirbt nur drei Monate nach seinem Bereits mit 14 Jahren steht sein Berufswunsch fest: Seine Studierenden sind oftmals nicht viel jünger als er, doch daran hat er sich längst gewöhnt.

Der unkonventionelle Professor, der neun Sprachen spricht, fordert mit Witz und Lust an Gedankenspielen zur Beschäftigung mit den ewigen Fragen der Menschheit auf; er regt Debatten an und will der Philosophie wieder zu mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung verhelfen.

Dabei geht er etwa der Frage nach, warum eine Existenz in Gedanken weniger real sein sollte als eine Existenz im physikalisch ausgedehnten Universum: Kommen Figuren wie Einhörner, Faust oder Macbeth nur fiktiv in der Literatur, in Filmen oder Träumen vor — oder sind sie unabhängig vom menschlichen Bewusstsein existent? Demnach ist die Welt der Gedanken genauso real wie die Welt der Dinge. In Sinzig am Rhein aufgewachsen, spielt Philosophie in Gabriels Kindheit zunächst keine bewusste Rolle; ein Gespür für philosophische Fragestellungen indes besitzt er vermutlich schon immer.

Gabriel versteht zwar nicht viel von dem, was der dänische Philosoph schreibt, aber irgendwie weckt die Lektüre in ihm den Ehrgeiz, in die Welt der Philosophie einzutauchen, bis er sie begreift. Die Bewerbung klappt erst im zweiten Anlauf: Daran erinnere ich mich allzu gut. Besser läuft es im zweiten Anlauf: Noch aus dem Magisterstudiengang heraus bewirbt er sich gleichfalls erfolgreich um die Promotionsförderung der Studienstiftung, die er antritt.

In kürzester Zeit schreibt der Stipendiat seine Doktorarbeit über die Spätphilosophie Schellings und wird bereits promoviert. Dabei habe ich — nicht zuletzt bei Sprachkursen sowie auf Sommerakademien — wichtige Kontakte geknüpft, die bis heute bestehen. Sprachkurse der Studienstiftung in Amboise und Verona vertiefen seine Französisch- und Italienischkenntnisse und öffnen ihm bis heute Türen zu Gastprofessuren, die ihn neben Brasilien, Portugal, Italien und Japan auch nach Frankreich führen: Jede Wissenschaft erhält wegweisende Impulse durch Grenzgänge, wozu auch Grenzüberschreitungen gehören.

Dies ist für mich als Philosophen besonders wichtig. Begabung und Verantwortung gehören für den Wissenschaftler insofern zusammen, als dass Verantwortung moralischer und sozio-politischer Dimension selber eine Form der Einsicht darstellt. Es gibt eine Begabung für moralische Einsichten, die nicht von theoretischen oder formalen Begabungen abgekoppelt werden, sondern auf Augenhöhe ausgebildet werden sollte — eine Idee, die in das Werteportfolio der Studienstiftung gehört.

Hartmut Rosa lehrt seit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er auch als Vertrauensdozent der Studienstiftung seit fünf Jahren aktiv ist. Während seines Studiums und seiner Promotion erhielt er ein Stipendium der Studienstiftung.

Herr Rosa, rückblickend betrachtet: Welche Rolle spielte die Studienstiftung für Ihren Werdegang? Ich kann ohne Übertreibung und Schmeichelei sagen: Ohne die Studienstiftung wäre mein Leben anders verlaufen; ohne sie wäre ich wohl nicht da gelandet, wo ich nun bin. Als ich all die hochtrabenden Themen der anderen KandidatInnen sah, rutschte mir das Herz in die Hose. Vous pouvez vous inscrire sur ce lien.

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